Die E-Rechnung im Überblick
E-Rechnung: Das Wichtigste in Kürze
Eine E-Rechnung bringt im B2B-Bereich neue Anforderungen und Chancen mit sich. Die wichtigsten Fakten im Überblick:
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Eine E-Rechnung ist eine Rechnung in einem strukturierten, elektronischen Format, das maschinell verarbeitet werden kann.
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Einfache PDFs oder gescannte Dokumente gelten nicht als E-Rechnungen, da strukturierte Daten fehlen.
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Relevante Formate sind insbesondere XRechnung und ZUGFeRD.
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Seit 2025 müssen Unternehmen in Deutschland E-Rechnungen im B2B-Kontext grundsätzlich empfangen können.
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2026 gilt für viele Unternehmen als Übergangsphase zur Anpassung von Systemen, Prozessen und Zuständigkeiten.
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Ab 2027 greifen weitere Schritte bei der Ausstellungspflicht, insbesondere für größere Unternehmen.
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E-Rechnungen entfalten ihren größten Nutzen, wenn sie durchgängig in digitale Rechnungsprozesse eingebunden werden.
- Zu diesen Prozessen gehören Empfang, Prüfung, Freigabe, Buchung, Archivierung und die Anbindung an ERP- oder Buchhaltungssysteme.
Was ist eine E-Rechnung?
Eine E-Rechnung ist eine Rechnung, die elektronisch ausgestellt, übermittelt, empfangen und verarbeitet werden kann – und dabei in einem strukturierten, maschinenlesbaren Format vorliegt. Im allgemeinen Sprachgebrauch wurden lange Zeit auch Rechnungen als „elektronisch“ bezeichnet, die lediglich als PDF, Bilddatei oder Scan per E-Mail verschickt wurden. Im aktuellen B2B-Kontext genügt das jedoch nicht mehr: Lediglich Rechnungen mit strukturierten, maschinenlesbaren Daten (z. B. XRechnung oder ZUGFeRD) gelten als echte E-Rechnungen.
Denn erst durch dieses strukturierte Datenformat können Rechnungsinformationen ohne Medienbrüche automatisiert in Buchhaltungs-, ERP- oder Dokumentenmanagementsysteme übernommen und weiterverarbeitet werden. Das Ziel ist also nicht nur der digitale Versand, sondern ein durchgängig digitaler und effizienter Rechnungsprozess.
E-Rechnung, PDF-Rechnung und Papierrechnung im Vergleich
| Rechnungstyp | Format | Verarbeitung | Typische Herausforderung |
|---|---|---|---|
| Papierrechnung | Physisches Dokument | Manuell oder per Scan/OCR | Medienbrüche, Aufwand, Papierarchiv |
| PDF-Rechnung | Digitales Sichtdokument | Meist manuell oder per OCR | Nicht automatisch strukturiert verarbeitbar |
| Gescannte Rechnung/Foto | Bild oder Scan eines Papierbelegs | Meist nur per OCR nutzbar | Keine strukturierten Originaldaten |
| E-Rechnung | Strukturiertes, elektronisches Format | Maschinenlesbar und automatisierbar | Formatprüfung, Systemanbindung, Archivierung |
Welche Formate gibt es bei E-Rechnungen?
E-Rechnungen können in unterschiedlichen strukturierten Formaten vorliegen. In Deutschland sind vor allem XRechnung und ZUGFeRD relevant, aber es existieren auch verschiedene weitere europäische Varianten.
XRechnung
Die XRechnung ist ein rein strukturiertes XML-Format, das speziell für den elektronischen Rechnungsaustausch zwischen Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern in Deutschland entwickelt wurde. Das Datenformat der XRechnung ist XML-basiert, so dass der Rechnungsinhalt automatisch elektronisch weiterverarbeitet werden kann. Um die Rechnung für das menschliche Auge lesbar zu machen, ist allerdings eine entsprechende Software oder ein Viewer notwendig.
ZUGFeRD
Das ZUGFeRD Format kombiniert die Vorteile eines für Menschen lesbaren PDF-Dokuments (PDF/A3) mit eingebetteten XML-Daten, die Maschinen direkt auslesen und verarbeiten können. Dadurch verbindet es ein sichtbares Rechnungsdokument mit maschinenlesbaren, strukturierten Rechnungsdaten. Für viele Unternehmen stellt ZUGFeRD eine besonders praktische Lösung dar, weil es den Medienbruch vermeidet und sowohl automatisierte Abläufe als auch die einfache Sichtprüfung durch Mitarbeitende ermöglicht.
PEPPOL
PEPPOL steht für „Pan-European Public Procurement OnLine” und bezeichnet im Grunde kein Rechnungsformat, sondern ein internationales Netzwerk beziehungsweise einen Standard für den sicheren, länder- und systemübergreifenden Austausch elektronischer Geschäftsdokumente wie E-Rechnungen. Es wurde ursprünglich entwickelt, um den Bereich der öffentlichen Beschaffung innerhalb der EU zu vereinfachen und zu standardisieren. Mittlerweile wird es aber weltweit branchenübergreifend von Unternehmen und Organisationen eingesetzt.
Weitere europäische Formate
Neben XRechnung und ZUGFeRD gibt es in anderen europäischen Ländern jeweils eigene E-Rechnungsformate: Factur-X in Frankreich, FacturaE in Spanien, FatturaPA in Italien und KSeF in Polen sind einige der bekanntesten Beispiele. Hinzu kommen verschiedene nationale und branchenspezifische Varianten, die je nach Marktanforderungen eingesetzt werden.
Warum E-Rechnungen für Unternehmen immer wichtiger werden
Seit 2025 ist die E-Rechnung für viele Unternehmen in Deutschland eine konkrete Umsetzungsaufgabe. Die E-Rechnung ist dabei allerdings weit mehr als eine regulatorische Pflicht, denn strukturierte Rechnungsdaten bieten die Chance, manuelle Aufgaben zu reduzieren und Rechnungsprozesse effizienter zu gestalten.
Pflicht und Übergangsphase
Unternehmen sind seit 2025 verpflichtet, E-Rechnungen im B2B-Kontext grundsätzlich empfangen zu können. Das Jahr 2026 stellt dabei für viele Firmen eine Übergangsphase dar: Es gilt, technische Systeme, interne Abläufe und Verantwortlichkeiten rund um den Rechnungsempfang, die Weiterverarbeitung und Archivierung zu stabilisieren. Für die Ausstellung von E-Rechnungen gelten Übergangsregelungen, bevor ab 2027 – insbesondere für größere Unternehmen – weitere Schritte greifen. Spätestens ab 2028 wird der elektronische Rechnungsaustausch im B2B-Bereich in Deutschland noch breiter verpflichtend.
Mehr als eine Pflicht: E-Rechnungen als Chance für Unternehmen
Die Einführung der E-Rechnung eröffnet vielfältige betriebliche Vorteile:
- Weniger manuelle Dateneingaben und Medienbrüche sorgen für die schnellere Prüfung, Freigabe und Buchung von Rechnungen.
- Durch den automatisierten Abgleich mit Bestellungen, Lieferscheinen oder Wareneingängen sinkt die Fehleranfälligkeit.
- Die Nachvollziehbarkeit hinsichtlich Status, Freigaben und Änderungen sowie die Transparenz im Rechnungseingang steigen.
- Die strukturierte Datenbasis erleichtert außerdem den Zugriff auf Belege und unterstützt die Einhaltung von Compliance-Vorgaben, Archivierungspflichten und Audits.
- Die E-Rechnung legt den Grundstein für eine weitgehend automatisierte Rechnungsverarbeitung und optimierte Geschäftsprozesse im Unternehmen.
E-Rechnungspflicht
Wie läuft ein E-Rechnungsprozess ab?
E-Rechnung empfangen
Format und Daten prüfen
Rechnung sichtbar machen
E-Rechnung verarbeiten und in Systeme übergeben
E-Rechnung archivieren
E-Rechnung erstellen und versenden
E-Rechnungen empfangen, verarbeiten und archivieren: Worauf Unternehmen achten sollten
Klären Sie, über welche Kanäle E-Rechnungen eintreffen, und legen Sie fest, wer intern wofür verantwortlich ist.
Stellen Sie sicher, dass Ihre Systeme Formate wie XRechnung und ZUGFeRD nicht nur erkennen, sondern auch verarbeiten können.
Die automatisierte Validierung deckt Fehler und fehlende Pflichtangaben frühzeitig auf – eine einfache Sichtprüfung der Mitarbeitenden ergänzt optimal.
Binden Sie strukturierte Rechnungsdaten direkt in Ihre Buchhaltung, Ihr ERP oder Dokumentenmanagement ein und schaffen Sie so einen schnellen, medienbruchfreien Ablauf.
Mit klaren Prozessen beschleunigen Sie die Rechnungsfreigabe und behalten den Überblick über Sonderfälle.
Der Abgleich mit Bestellungen, Lieferscheinen und Wareneingängen spart Zeit, vermeidet Fehler und erhöht die Datenqualität.
Halten Sie technische und fachliche Prüfungen durchgängig fest – das ist Grundlage für Transparenz und Nachweisbarkeit.
Die strukturierte Originaldatei der E-Rechnung muss unverändert archiviert werden. Ein PDF allein reicht oft nicht aus!
Schaffen Sie Klarheit bei Zugriffsrechten, Berechtigungen Verantwortlichkeiten.
Denken Sie an gesetzliche Aufbewahrungspflichten, geregelte Löschprozesse und an die Nachvollziehbarkeit auch bei Systemumstellungen, Stichwort: GoBD-konforme Archivierung.
Schulen Sie Mitarbeitende in Rechnungswesen, Einkauf und den Fachabteilungen rechtzeitig.
Welche Rolle spielt Software bei E-Rechnungen?
Die richtige Software ist der Schlüssel, um aus E-Rechnungen echten Mehrwert für das Unternehmen zu ziehen. Während kleine Betriebe anfangs mit einfacheren Lösungen arbeiten können, gilt auch hier: Empfang, Prüfung und Archivierung müssen jederzeit gesetzeskonform und nachvollziehbar erledigt werden. Sobald das Rechnungsaufkommen steigt, Freigaben nötig sind, mehrere Standorte zusammenarbeiten, ERP-Systeme angebunden werden sollen oder internationale Formate ins Spiel kommen, ist ein strukturierter und automatisierbarer Prozess unverzichtbar.
Moderne Softwarelösungen unterstützen Unternehmen dabei, E-Rechnungen automatisiert zu empfangen, zu validieren, für das menschliche Auge lesbar darzustellen, weiterzuleiten und sicher zu archivieren. Besonders wertvoll ist eine solche Lösung, wenn sie nahtlos in bestehende Rechnungs- und Dokumentenprozesse eingebunden wird – etwa durch standardisierte Workflows, die Integration mit ERP- oder Buchhaltungssystemen sowie eine transparente Statusüberwachung.
Hier kommt ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) wie DocuWare ins Spiel. Als zentrale Plattform für den digitalen Rechnungseingang vereinfacht ein DMS nicht nur das Erfassen und Archivieren von E-Rechnungen, sondern steuert auch Freigaben, sorgt für Überblick im gesamten Prozess und gewährleistet die Einhaltung gesetzlicher Anforderungen – von der Prüfung bis zur revisionssicheren Archivierung.
Die Vorteile eines DMS im Überblick
Alle Rechnungsformate in einem Prozess- Verarbeitung von E-Rechnungen, PDFs und übergangsweise auch Papierrechnungen in einem System
- Einheitliche, automatisierte Verarbeitung aller Rechnungsdaten
- Lesbare Darstellung für Prüfung, Freigabe und Zahlung
- Automatisches Auslesen und Verarbeiten von Rechnungsdaten aus verschiedenen Formaten
- Vermeidung manueller Eingabefehler
- Automatisierte Verarbeitung aller rechnungsbezogenen Dokumente
- Sichere digitale Archivierung aller Rechnungen
- Unterstützung der GoBD-konformen Aufbewahrung durch automatisierte Workflows
- Schneller Zugriff auf Belege für Betriebsprüfungen und Auswertungen
- Schnelle Einbindung in bestehende IT-Systeme und Prozesse
- Erleichterter Datenaustausch und Zusammenarbeit mit Steuerkanzleien
- Einfache Einführung und hohe Benutzerfreundlichkeit
- Optimierung weiterer Geschäftsprozesse über die E-Rechnungspflicht hinaus
- Flexible Lösung für aktuelle und zukünftige Anforderungen
E-Rechnungen effizient verarbeiten
Wie Unternehmen den Umstieg auf E-Rechnungen vorbereiten
Aktuelle Rechnungsprozesse analysieren
Anforderungen und Formate klären
Empfang und Verarbeitung sicherstellen
Archivierung und Nachvollziehbarkeit einplanen
Schrittweise automatisieren
Bereit für E-Rechnungen?
Mit DocuWare automatisieren Sie Ihren Rechnungseingang, minimieren manuelle Arbeitsschritte und verarbeiten alle Eingangsrechnungen effizient und gesetzeskonform.
Häufig gestellte Fragen zur E-Rechnung
Was ist eine E-Rechnung?
Ist eine PDF-Rechnung eine E-Rechnung?
Was ist der Unterschied zwischen XRechnung und ZUGFeRD?
Was ist PEPPOL?
Was gilt seit 2025 für E-Rechnungen?
Was ändert sich ab 2027 mit Blick auf elektronische Rechnungen?
Wie können Unternehmen E-Rechnungen empfangen?
Wie müssen E-Rechnungen archiviert werden?
Welche Vorteile haben E-Rechnungen?
Brauchen Unternehmen eine spezielle Software für E-Rechnungen?
Ob spezielle Software notwendig ist, hängt vom Rechnungsvolumen, den internen Prozessen, bestehenden Systemen und Compliance-Anforderungen ab. Ab einem bestimmten Umfang wird Software besonders relevant, da E-Rechnungen dann validiert, weiterverarbeitet, in Workflows eingebunden und revisionssicher archiviert werden müssen.
Ein Dokumentenmanagementsystem mit integrierten Rechnungsverarbeitungs-Workflows kann alle diese Anforderungen erfüllen: Es ermöglicht den Empfang und die Prüfung von E-Rechnungen, die automatische Weiterleitung an zuständige Stellen, die Integration in bestehende Systeme sowie die nachvollziehbare und sichere Archivierung.
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