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Digitale Akte
Digitale Akte: Alle Unterlagen zu einem Vorgang zentral, strukturiert und sicher verwalten

Die digitale Akte im Überblick

In vielen Unternehmen werden wichtige Unterlagen in Papierordnern, E-Mail-Postfächern, Fachsystemen oder auf Netzlaufwerken abgelegt. Damit steigt nicht nur der administrative Aufwand, auch Transparenz und sichere Prozesse bleiben auf der Strecke. Eine digitale Akte löst dieses Problem, da sie alle Unterlagen zu einer Person, einem Vorgang oder einem Objekt strukturiert an einem Ort bündelt. Sie bildet damit den inhaltlichen Zusammenhang aller Unterlagen von der Erfassung bis hin zur revisionssicheren Archivierung ab. Was digitale Akten sind, welche konkreten Vorteile sie bieten und wie Unternehmen das Thema angehen, lesen Sie hier. 

Digitale Akte: Das Wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Merkmale und Grundlagen der digitalen Akte im Überblick: 

  • Eine digitale Akte (auch elektronische Akte oder E-Akte) fasst alle relevanten Dokumente zu einer Person, einem Vorgang oder einem Objekt an einem zentralen, strukturierten Ort zusammen. 

  • Sie ersetzt oder ergänzt papierbasierte Archive, E-Mail-Ablagen und verstreute Ordnerstrukturen. 

  • Sie folgt dem Aufbauprinzip: Akte → Vorgang → Dokument. Jede Ebene ist eindeutig beschrieben und mithilfe von Metadaten schnell auffindbar.  

  • Übliche Einsatzfelder als Personalakten, Kundenakten, Lieferantenakten, Vertragsakten, Projektakten, Rechnungsakten, Patientenakten oder Bauakten. 

  • Im öffentlichen Sektor steht „E-Akte“ im Kontext von E-Government, die Grundidee ist jedoch identisch.

  • Im Fokus stehen eine klare Aktenstruktur, Metadaten, differenzierte Rollen- und Zugriffsrechte, vollständige Protokollierung, Datenschutz (DSGVO) sowie revisionssichere Aufbewahrung (GoBD). 

Was ist eine digitale Akte?

Eine digitale Akte ist eine strukturierte, digitale Sammlung aller thematisch zusammengehörigen Unterlagen rund um eine Person, einen Vorgang oder ein Objekt. Das zentrale Ordnungsprinzip gliedert sich dabei in drei Ebenen: Die Akte selbst, die einzelnen dazugehörenden Vorgänge sowie die darin abgelegten Dokumente. Alle Inhalte werden mit Metadaten wie Aktenzeichen, Betreff oder Aufbewahrungsfristen versehen und sind so schnell auffindbar. Im Fokus steht der medienbruchfreie, vollständige Zugriff auf alle relevanten Unterlagen – egal, ob aus unterschiedlichen Abteilungen, Standorten oder Fachsystemen. 

Unsere Expertenmeinung: 

Der eigentliche Fortschritt zeigt sich im Alltag: Wer ein Dokument sucht, findet es in Sekunden – anstatt sich durch Ordner und Ablagen zu arbeiten. 

Digitale Akte, elektronische Akte, E-Akte: Wo ist der Unterschied? 

Die Begriffe „digitale Akte“, „elektronische Akte“ und „E-Akte“ werden heute weitestgehend synonym verwendet. Im öffentlichen Sektor ist „E-Akte“ außerdem sehr verbreitet – zum Beispiel durch das E-Government-Gesetz oder die E-Akte Bund. Doch unabhängig von Branche oder Anwendung steht immer das Ziel im Mittelpunkt, Dokumente sicher und nachvollziehbar digital zu verwalten. 

Digitale Akte vs. einzelne Dokumente und Ordnerstrukturen 

Einzelne Dokumente oder klassische Ordner auf einem Netzlaufwerk lassen den Aktenzusammenhang häufig vermissen. Eine digitale Akte hingegen verknüpft sämtliche relevante Unterlagen, macht Status und Historie auf einen Blick sichtbar und ermöglicht eine gezielte Steuerung von Zugriffsrechten. So entsteht eine vollständige und transparente Aktenführung – weit über das reine Ablegen einzelner Dateien hinaus. 

Digitale Akte und Dokumentenmanagement

Ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) dient dazu, Dokumente strukturiert zu erfassen, zu verwalten und zu verarbeiten. Die digitale Akte ist die strukturierte Sicht auf diesen Dokumentenbestand – gebündelt zu vollständigen, prozessfähigen Akten. Das DMS bildet die technische Grundlage, damit Akten zentral auffindbar, durchsuchbar, versioniert, revisionssicher archiviert und individuell mit Zugriffsrechten versehen werden können. 

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Die digitale Personalakte

Die digitale Personalakte kombiniert Dokumentenverwaltung, Compliance-Anforderungen und moderne HR-Prozesse in einer zentralen Struktur. 
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Welche Arten von digitalen Akten gibt es? 

Digitale Akten sind in nahezu allen Unternehmensbereichen einsetzbar – abteilungs- und branchenübergreifend. Je nach Anwendungsfall können sie verschieden ausgestaltet sein und jeweils ganz unterschiedliche Dokumenttypen bündeln. Hier einige typische Beispiele: 

  • Personalakte: Arbeitsverträge, Nachweise, Gehaltsdokumente und Bescheinigungen  

  • Kundenakte: Angebote, Verträge, Lieferscheine, Rechnungen und Korrespondenz

  • Lieferantenakte: Bestellungen, Lieferscheine, Rechnungen, Zertifikate

  • Vertragsakte: Verträge, Nachträge, Fristen, Statusberichte

  • Projektakte: Pläne, Berichte, Kommunikationsverläufe, Projektstatus

  • Bauakte: Zeichnungen, Genehmigungen, Bauunterlagen

  • Auftragsakte: alle Unterlagen, die im Rahmen der Auftragsabwicklung anfallen 

  • Patientenakte: medizinische Berichte, Befunde, Behandlungsunterlagen

  • Im öffentlichen Sektor kommt häufig die sogenannte E-Akte zum Einsatz – etwa für Bescheide, Anträge oder verschiedene Vorgangs- und Fallakten. 

Warum Unternehmen auf digitale Akten umsteigen  

In vielen Unternehmen liegen wichtige Unterlagen verstreut in Papierakten, E-Mails, Fachanwendungen, lokalen Ordnern oder auf Netzlaufwerken. Teams verlieren daher viel Zeit bei der langwierigen Suche nach Dokumenten, durch doppelte Ablagen oder durch Unsicherheiten über den aktuellen Dokumentenstand. Gerade bei sensiblen Daten ist es außerdem essenziell, den Zugriff gezielt zu steuern und Verantwortlichkeiten klar zu regeln. Hinzu kommt, dass hybride Arbeitsmodelle oder mehrere Unternehmensstandorte den Bedarf an einem sicheren, digitalen Zugriff erhöhen. Prüfungen, Fristen und gesetzlichen Aufbewahrungspflichten erfordern außerdem strukturierte, nachvollziehbare Aktenstrukturen. 

Vorteile der digitalen Aktenführung   

Unternehmen profitieren durch die digitale Akte gleich mehrfach:  

  • Eine zentrale Ablage statt verteilter Speicherorte

  • Schneller Zugriff durch Suche, Filter und eine strukturierte Aktenansicht 

  • Weniger Suchaufwand, weniger Doppelablagen 

  • Gezielte, rollenbasierte Zugriffssteuerung für unterschiedliche User-Gruppen 

  • Nachvollziehbarkeit durch Protokollierung und Versionierung

  • Effizientere Prozesse durch automatisierte Workflows, Wiedervorlagen und Weiterleitungen

  • Mobiles und ortsunabhängiges Arbeiten ist jederzeit möglich 

  • Einfachere Vorbereitung auf Prüfungen und Auskunftsanfragen 

  • Grundlage für die Automatisierung und Integration mit ERP-, CRM- und HR-Systemen

  • Erhöhter Schutz vor Datenverlust durch die sichere digitale Ablage 

Wie ist eine digitale Akte aufgebaut?

Die digitale Akte bildet das Rückgrat moderner Organisationsstrukturen und bündelt alle relevanten Informationen und Dokumente zu einem Vorgang oder Thema an einem Ort. Sie ersetzt die papiergebundene Ablage durch eine strukturierte, leicht zugängliche und transparente Lösung, die bereichsübergreifendes Arbeiten erleichtert.

Aktenplan und Aktenstruktur

Eine digitale Akte folgt einer klaren, wiederkehrenden Struktur – unabhängig von individuellen Ablagelogiken oder persönlichen Ordnungssystemen. Der Aktenplan gibt den Ordnungsrahmen vor und macht Akten unabhängig von einzelnen Personen auffindbar. 

Metadaten, Suche und Aktenansicht

Alle Dokumente in einer digitalen Akte werden mithilfe von Metadaten systematisch klassifiziert. Dadurch können Teams gezielt nach Unterlagen suchen, etwa über Name, Nummer, Zeitraum oder Status. Zusätzlich ermöglicht eine Volltextsuche das Finden von Inhalten innerhalb der Dokumente. Die Aktenansicht bündelt sämtliche zugehörigen Unterlagen an einem zentralen Ort. 

Berechtigungen, Versionen und Protokollierung

Zugriffsrechte werden durch ein Rollen- und Rechtemodell so gesteuert, dass jeder User nur die Unterlagen sieht oder bearbeiten kann, die für entsprechend freigegeben wurden. Über die Versionierung lassen sich Änderungen lückenlos nachvollziehen, während ein Audit-Trail sämtliche Zugriffe und Aktionen dokumentiert. 

Workflows und Wiedervorlagen

Digitale Akten unterstützen die strukturierte Bearbeitung von Vorgängen: Dokumente können automatisiert abgelegt, zugeordnet oder weitergeleitet werden. Freigaben, Fristen und Wiedervorlagen lassen sich gezielt steuern und unterstützen transparente, effiziente Prozesse. 
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Datenschutz, Compliance und Aufbewahrung

Beim Einsatz digitaler Akten stehen Datenschutz und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben im Mittelpunkt. Zugriffsrechte werden nach dem Need-to-know-Prinzip vergeben, sodass sensible Unterlagen jederzeit besonders geschützt sind und nur berechtigte Personen Zugang erhalten (DSGVO). Für buchungs-, abrechnungs- und steuerrelevante Dokumente gelten die Anforderungen der GoBD: Sie müssen revisionssicher archiviert und bei Bedarf vorgelegt werden können. 

Aufbewahrungsfristen sind für jede Dokumentenart festzulegen; sämtliche Sperr- und Löschprozesse müssen nachvollziehbar dokumentiert werden. Bestehende Papierakten können durch sogenanntes ersetzendes Scannen revisionssicher in die digitale Aktenführung übernommen werden.  

Welche Rolle spielt ein Dokumentenmanagementsystem bei digitalen Akten? 

Ein DMS ist die technische Basis digitaler Akten und erfasst Dokumente, versieht sie mit Metadaten und ordnet sie automatisch der passenden Akte zu. Über Index- und Volltextsuche werden Unterlagen unabhängig vom Speicherort einfach auffindbar. Ein differenziertes Rollen- und Rechtekonzept sorgt auf Akten- und Dokumentenebene für gezielten Zugriff – weit granularer als klassische Netzlaufwerke. 

Durch Versionierung und Protokollierung werden Änderungen nachvollziehbar und eine revisionssichere, GoBD-konforme Aufbewahrung gewährleistet. Automatisierte Workflows ermöglichen eine strukturierte Weiterleitung, Freigaben, Fristen- und Wiedervorlagen. Schnittstellen zu ERP-, CRM- oder HR-Systemen verhindern doppelte Datenerfassung und Medienbrüche. 

Moderne DMS-Lösungen unterstützen zudem KI-gestützte Funktionen wie automatische Klassifizierung und Datenextraktion, Verschlagwortung, Fristenerkennung, Löschprozesse sowie die intelligente Suche. Entscheidend bleibt: Erst mit einer klaren Aktenstruktur und einem durchdachten Aktenplan entfaltet das DMS seinen vollen Nutzen – das reine System allein genügt nicht. 

Digitale Akten einführen: So gehen Unternehmen vor

Die Einführung digitaler Akten ist ein strukturiertes Projekt, das sorgfältige Planung und klare Verantwortlichkeiten erfordert. Die folgenden Schritte haben sich in der Praxis bewährt. 
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1
Aktenbestand analysieren: Zunächst wird erfasst, welche Unterlagen in welchem Format und an welchen Orten vorhanden sind – etwa in Papierform, E-Mails, Fachsystemen oder auf Netzlaufwerken.
2
Aktenarten und Dokumententypen definieren: Im nächsten Schritt werden die benötigten Arten von Akten, deren innere Struktur sowie die dazugehörigen Metadaten festgelegt.
3
Zugriffsrechte klären: Es wird definiert, welche Personen oder Rollen welche Rechte erhalten: Zugriff, Bearbeitung, Freigabe, Export oder Löschung von Dokumenten. 
4
Migration planen: Papierakten und digitale Dokumente werden strukturiert übernommen. Dabei gilt es, Dubletten zu vermeiden und bestehende Bestände korrekt einzuordnen
5
Workflows festlegen: Standardisierte Abläufe für Freigaben, Wiedervorlagen und die Bereitstellung von Unterlagen werden implementiert. 
6
Integrationen prüfen: Relevante Systeme wie ERP, CRM, HR oder weitere Fachanwendungen werden angebunden, um durchgängige Prozesse und Datenflüsse sicherzustellen. 
7
Schrittweise implementieren: Die Einführung erfolgt oftmals zuerst dort, wo der größte Handlungsbedarf besteht – etwa als Pilotprojekt in einem Bereich – und wird dann sukzessive ausgeweitet. 
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Digitale Akten als Schlüssel für effiziente, integrierte Prozesse

Die Einführung digitaler Akten markiert häufig den entscheidenden Schritt zu einem durchgängigen digitalen Dokumentenmanagement. Sind Akten zentral und strukturiert verfügbar, lassen sich viele Geschäftsprozesse – von der Rechnungsverarbeitung über das Vertragsmanagement bis hin zu HR-Prozessen – deutlich einfacher digitalisieren und automatisieren. Besonders wirksam werden digitale Akten, wenn sie nahtlos mit Workflows und bestehenden Systemen wie ERP, CRM oder HR-Software verknüpft sind. So entstehen medienbruchfreie Abläufe, die Unternehmen dauerhaft entlasten und die Effizienz spürbar steigern.

Häufig gestellte Fragen zur digitalen Akte

Was ist eine digitale Akte?

Eine digitale Akte ist eine strukturierte, digitale Sammlung sämtlicher Unterlagen zu einer Person, einem Vorgang oder einem Objekt. Sie ersetzt oder ergänzt klassische Papierakten und verstreute Ablagen. 

Was ist der Unterschied zwischen digitaler Akte und E-Akte?

Beide Begriffe stehen im Kern für das gleiche Konzept. „E-Akte“ ist insbesondere im öffentlichen Sektor (z. B. im E-Government) gebräuchlich, meint aber die gleiche Art von zentral geführter, strukturierter Akte. 

Welche Arten von digitalen Akten gibt es?

Typische Beispiele sind Personal-, Kunden-, Lieferanten-, Vertrags-, Rechnungs-, Projekt-, Bau- und Patientenakten. Daneben können digitale Akten für nahezu jeden Geschäftsbereich eingerichtet werden. 

Was ist ein Aktenplan?

Der Aktenplan gibt die Struktur für die Ablage vor und regelt, wie Dokumente einheitlich in Akten abgelegt werden. So bleiben Akten unabhängig von einzelnen Personen auffindbar und sind klar geordnet. 

Reicht ein Netzlaufwerk für digitale Akten?

Ein Netzlaufwerk speichert Dokumente, bietet aber meist keine Aktenstruktur, differenzierte Zugriffskontrolle, lückenlose Protokollierung, Versionierung oder automatisierte Workflows. Dafür ist ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) besser geeignet. 

Wie führt man digitale Akten ein?

Zu Beginn werden Aktenbestände und genutzte Systeme analysiert. Anschließend werden Aktenarten und Dokumententypen festgelegt, Zugriffsrechte definiert und die Migration geplant. Danach können Workflows und Integrationen schrittweise umgesetzt werden. 

Was passiert mit bestehenden Papierakten?

Papierakten lassen sich durch ersetzendes Scannen digitalisieren und revisionssicher in die digitale Akte übernehmen. 

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