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Mobiles Arbeiten: Flexibilität und Produktivität im digitalen Zeitalter

Im Verlauf der vergangenen Jahre haben Homeoffice, Telearbeit und mobiles Arbeiten deutlich an Verbreitung und Relevanz gewonnen. Viele Unternehmen haben den Homeoffice-Arbeitsplatz und mobiles Arbeiten ursprünglich aus der Not heraus während der Pandemie eingeführt oder ausgeweitet. Da die enormen Vorteile für Arbeitnehmer und Arbeitgeber jedoch schon nach kurzer Zeit deutlich wurden, hat diese Entwicklung mittlerweile eine neue Dimension erreicht.

Zahlreiche Unternehmen sind auch nach dem Ende der Pandemie bei den Neuerungen geblieben, und auch Unternehmen, die den Schritt bis dahin noch nicht gegangen waren, haben sich dem Wandel angeschlossen. Mittlerweile bieten rund 60 Prozent der Unternehmen ihren Beschäftigten in Bürotätigkeiten und vergleichbaren Arbeitsbereichen die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten. Vor allem mit Blick auf den Fachkräftemangel ist mobiles Arbeiten zu einem attraktiven Anreiz geworden, um junge Talente für ein Unternehmen zu gewinnen. 

Obwohl sich diese modernen Arbeitsformen inzwischen bewährt haben, bringen sie auch neue Herausforderungen mit sich. Diese umfassen unter anderem versicherungstechnische Fragen und den Arbeitsschutz. Wie man diese Herausforderungen am besten bewältigen kann, was bei der Einführung mobiler Arbeit nie vergessen werden sollte und welche Technologien und Tools sich für mobiles Arbeiten eignen, erfahren Sie hier.

Übersicht:

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Was genau bedeutet „mobiles Arbeiten“?

Diese Frage ist für das „mobile Büro“ durchaus differenziert zu betrachten, wenn man etwa den Vertreter mit einbezieht, der sich im Café oder im Zug auf den nächsten Termin vorbereitet. Also steht die Frage im Raum: Was genau bedeutet „mobiles Arbeiten“? Telearbeit oder Homeoffice bezeichnet ja die übliche Büroarbeit – nur ohne die Anwesenheit im Unternehmen. Dafür gibt es gesetzliche Regelungen, allen voran die ArbStättV. In der Praxis mobiler Arbeit ist also eben nicht nur die Dienstreise oder das Arbeiten während einer Dienstreise gemeint. Die im August 2020 veröffentlichte SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel nennt mobile Arbeit bereits eine Arbeitsform, „die nicht in einer Arbeitsstätte gemäß § 2 Arbeitsstättenverordnung oder an einem fest eingerichteten Telearbeitsplatz gem. § 2 Absatz 7 Arbeitsstättenverordnung im Privatbereich des Beschäftigten ausgeübt wird, sondern bei dem die Beschäftigten an beliebigen anderen Orten (z.B. beim Kunden, in Verkehrsmitteln oder auch in einer Wohnung) tätig werden.“

Das heißt mit anderen Worten: Homeoffice am Notebook oder Laptop ist eine spezielle Ausprägung der mobilen Arbeit, die es Beschäftigten ermöglicht, nach vorheriger Abstimmung mit dem Arbeitgeber zeitweilig im Privatbereich unter Nutzung von mobilen IT-Systemen für den Arbeitgeber tätig zu sein. Regelungen zur klassischen Telearbeit (fest eingerichteter Arbeitsplatz zuhause) bleiben unberührt.

Was müssen Unternehmen aus arbeitsrechtlicher Sicht bei der Einführung von mobiler Arbeit beachten?

Die Frage liegt also auf der Hand: Kann mobiles Arbeiten „einfach so“ im Unternehmen eingeführt werden? „Es kommt drauf an!“, wird der Jurist aktuell noch antworten. Um für alle Beteiligten – also diverse Teams, Führungskräfte, Personaler, Betriebsräte und Geschäftsführung – möglichst viel Klarheit und Transparenz zu schaffen und damit die digitale Zusammenarbeit zu unterstützen, hat sich für die Einrichtung von Homeoffice oder eben auch für mobiles Arbeiten in der Praxis eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sehr bewährt. Auch wenn das in kleinen Unternehmen vielleicht nicht unbedingt notwendig erscheint.

Obwohl es aktuell noch keinen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice gibt, sollten dennoch die Regeln zur Arbeit im Homeoffice in jedem Fall konkret definiert werden. Diese Vereinbarungen können etwa die Erreichbarkeit am Arbeitsplatz zuhause beinhalten oder auch den zeitlichen Umfang der Arbeit im Homeoffice. Beispielsweise kann der Arbeitgeber in dem Zusammenhang auch die Dokumentation von über die werktäglichen Arbeitszeiten hinausgehenden Tätigkeitszeiten an die Mitarbeitenden im Homeoffice übertragen. Ist im Unternehmen ein Betriebsrat vorhanden, können Homeoffice-Regelungen im Rahmen einer Betriebsvereinbarung beschlossen werden. Darin lassen sich die Rahmenbedingungen definieren sowie individuelle Regelungen ergänzen und konkretisieren.

Im Detail sollten Sie bei Vereinbarungen zur Arbeit im Homeoffice in jedem Fall diese Punkte beachten:

Arbeitsschutz

Es gehört zu den Aufgaben des Arbeitgebers, die erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen zu ermitteln und „passiv“ umzusetzen. Passiv bedeutet in dem Zusammenhang, dass der Arbeitgeber beim Arbeitnehmer die Umstände des Arbeitsplatzes im Homeoffice erfragen muss, allerdings keiner physischen Kontrollpflicht des heimischen Arbeitsplatzes unterliegt. Erforderlich ist jedoch eine angemessene Unterweisung der Mitarbeitenden hinsichtlich den Vorgaben der Betriebssicherheitsverordnung für Arbeitsmittel durch den Arbeitgeber. Dazu gehört beispielsweise auch die arbeitsmedizinische Vorsorge (ArbMedVV).

Arbeitszeitgesetz

Das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) hat selbstverständlich auch im Homeoffice Gültigkeit. Allgemein geltende Regelungen zur Höchstarbeitszeit sowie zu den Ruhephasen sind auch im Homeoffice einzuhalten. Dazu gehört natürlich auch das prinzipielle Verbot von Sonn- und Feiertagsarbeit. Für die Arbeitszeiten, die Mitarbeitende nicht im Büro, sondern zuhause verbringen, empfiehlt sich ein Regelmodell zur genauen Zeiterfassung.

Datenschutz

War das Thema Datenschutz bereits in den Betrieben ein wichtiges, wenn auch nicht immer sehr beliebtes Thema, so gilt die Relevanz hierfür im Homeoffice sogar noch mehr. Schon bei der Einrichtung des heimischen Arbeitsplatzes muss der Arbeitgeber für die entsprechenden Datenschutzvorkehrungen Sorge tragen. Die Verantwortung, dass die Arbeitnehmenden alle datenschutzrechtlichen Voraussetzungen auch im Homeoffice dauerhaft einhalten, liegt ebenfalls bei den Arbeitgebern. Hochsensibel ist dabei, dass lediglich der Mitarbeitende allein Zugang haben darf zu firmeninternen Daten auf PCs oder Mobiltelefonen, die für die Arbeit im Homeoffice zum Einsatz kommen. Dritte dürfen keinen Zugriff auf diese vertraulichen Daten bekommen – das gilt natürlich auch für Familienmitglieder. Daten sollten also ausschließlich auf unternehmensinternen Servern gespeichert werden, der Datentransfer muss über gesicherte Kommunikationswege erfolgen, etwa via VPN-Verbindungen.

Unfallversicherungsschutz

Unter § 8 SGB VII ist der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung im Zusammenhang mit der Arbeit geregelt – auch für das Homeoffice. Das Betriebsrätemodernisierungsgesetz hat zudem inzwischen die in dem Paragraphen definierten Regelungen ausgeweitet: Demnach sind nunmehr nicht nur Wege etwa zum Aktenschrank oder Drucker versichert, sondern, wie eingangs bereits erwähnt, zum Beispiel auch Gänge zur Nahrungsaufnahme. Hierfür gilt nun der identische Versicherungsschutz im Homeoffice wie bei Arbeiten im Betrieb selbst. Der Schutz wurde also auf Tätigkeiten im Homeoffice des Versicherten, aber auch auf einen anderen Ort, an dem Arbeit mobil ausgeübt wird, ausgedehnt. Der Versicherungsschutz gilt zudem auf Wegen, die Beschäftigte während ihrer Arbeitszeiten im Rahmen der Kinderbetreuung außer Haus zurücklegen müssen.

Mitbestimmung bei mobiler Arbeit

Betriebsräte haben das Recht, bei der Ausgestaltung mobiler Arbeit mitzubestimmen. Auch hier kommt das Betriebsrätemodernisierungsgesetz zum Tragen. Noch bleibt die prinzipielle Erlaubnis zur mobilen Form des Arbeitens den Arbeitgebern vorbehalten, Betriebsräte haben jedoch bei der inhaltlichen Ausgestaltung der mobilen Arbeit ein Mitbestimmungsrecht: Beim zeitlichen Umfang können die Betriebsräte ebenso mitreden wie über den Ort, an dem mobil gearbeitet werden darf. Weitere mitbestimmungspflichtige Themen sind zum Beispiel die Erreichbarkeit des Beschäftigten, eventuelle zeitliche Anwesenheitspflichten im Büro des Arbeitgebers sowie zu beachtende Sicherheitsaspekte.

Was ist der Unterschied zwischen mobilem Arbeiten und Homeoffice?

Telearbeit oder Homeoffice werden entweder durch Arbeitsvertrag oder durch Betriebsvereinbarungen, seltener in Tarifverträgen, im europäischen Ausland häufiger auch durch Gesetz geregelt. Diese Arbeitsformen ziehen aber nicht nur einen arbeitsrechtlichen Regulierungsbedarf nach sich, sondern berühren darüber hinaus eigentums-, datenschutz- oder haftungsrechtliche Fragen. Diese sind im Rahmen des Arbeitsvertrages, der Betriebsverfassung oder durch die Tarifparteien nicht immer vollständig zu lösen.

Die Telearbeit gehört – auch wenn sie dort nicht erwähnt wird – formal zum Heimarbeitsgesetz (HAG), weil sie auch Bürotätigkeiten umfasst. Demnach ist Heimarbeiter, wer in selbstgewählter Arbeitsstätte (eigener Wohnung oder selbstgewählter Betriebsstätte) allein oder mit Familienangehörigen im Auftrag erwerbsmäßig arbeitet, jedoch die Verwertung der Arbeitsergebnisse dem unmittelbar oder mittelbar auftraggebenden Gewerbetreibenden überlässt (§ 2 Abs. 1 HAG).

Das mobile Arbeiten (Stichwort „Digital Workplace“) baut, ebenso wie das Homeoffice, auf einer Verbindung zur Informations- und Kommunikationstechnik des Arbeitgebers auf. Diese Arbeitsform zeichnet sich aber vor allem dadurch aus, dass sie weder an das Büro noch an den häuslichen Arbeitsplatz gebunden ist. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können von beliebigen anderen Orten mithilfe von Laptop, Tablet oder Smartphone als „Modern Workplace“ arbeiten. Über das mobile Netz und moderne cloud-basierte Systeme wie DMS geschieht das unabhängig von festen Arbeitszeiten und -plätzen. Auch mit Blick auf Arbeits- und Datenschutz unterscheidet sich Mobilarbeit von Homeoffice.

Die spontane mobile Arbeit fällt nicht unter die geplanten gesetzlichen Regelungen

Ist mobile Arbeit anlassbezogen, etwa zur Kinderbetreuung, zum Empfang von Handwerkern oder auch infolge pandemisch bedingter Beschränkungen, kann per se die vorgesehene Ankündigungsfrist von drei Monaten nicht eingehalten werden.

Auf jeden Fall muss ein geeigneter Arbeitsplatz mit entsprechender IT-Infrastruktur und geeigneten Systemen wie beispielsweise Dokumentenmanagement-Systemen zur Verfügung stehen. Auch alle Fragen rund um die Bereiche Datenschutz und -sicherheit, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Versicherung müssen beantwortet sein. Mobiles Arbeiten erfordert zudem, ähnlich wie bei flexiblen Arbeitszeiten, besondere Vorkehrungen, um an firmeninternen Besprechungen teilzunehmen. Das wären etwa eine Zusicherung der Anwesenheit seitens der Mitarbeitenden, ihre Zuschaltung durch Videokonferenzen oder ihre nachträgliche Information durch Protokolle.

Vorteile des mobilen Arbeitens

Die Einführung des mobilen Arbeitens bietet Unternehmen zahlreiche Vorteile:

  • Effiziente Nutzung von Bürofläche: Durch mobiles Arbeiten wird weniger physischer Raum im Büro benötigt. Das ermöglicht eine effizientere Nutzung vorhandener Ressourcen und kann zu Kosteneinsparungen führen.

  • Mehr Flexibilität: Die Kompetenzen der Beschäftigten können auch in Situationen genutzt werden, in denen sie aus persönlichen Gründen normalerweise nicht zur Verfügung stehen. Ob bei der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen - mobiles Arbeiten ermöglicht es den Beschäftigten, ihre beruflichen und privaten Verpflichtungen besser miteinander in Einklang zu bringen.

  • Stärkung des Arbeitgeberimages: Unternehmen, die mobiles Arbeiten unterstützen, werden oft positiv wahrgenommen. Dies kann das Image und die Attraktivität als Arbeitgeber verbessern und dazu beitragen, talentierte Fachkräfte anzuziehen und zu halten.

  • Steigerung von Motivation und Produktivität: Mitarbeiter, die die Möglichkeit haben, mobil zu arbeiten, zeigen in der Regel eine höhere Motivation und Effektivität. Die Flexibilität in der Arbeitsgestaltung und die Möglichkeit, Arbeitszeiten an persönliche Bedürfnisse anzupassen, wirken sich positiv auf die Arbeitszufriedenheit aus.

  • Verbesserung der Work-Life-Balance: Viele Arbeitnehmer schätzen mobiles Arbeiten aufgrund der verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Die Möglichkeit, flexibler zu arbeiten und weniger Zeit mit dem Pendeln zu verbringen, trägt dazu bei, Stress zu reduzieren und die Lebensqualität zu steigern. 

  • Effektive Arbeitszeitauslastung: Durch die Möglichkeit, die Arbeitsleistung flexibel zu erbringen, können Mitarbeiter ihre Zeit effektiver nutzen. Dies ermöglicht es, Arbeitsphasen mit anderen Verpflichtungen wie der Kinderbetreuung zu koordinieren und dadurch die Arbeitsleistung zu optimieren.Herausforderungen und Lösungsansätze im mobilen Arbeiten

Herausforderungen und Lösungsansätze im mobilen Arbeiten

Neben den vielen Vorteilen, die mobiles Arbeiten mit sich bringt, gibt es natürlich auch einige Aspekte, die kritisch gesehen werden. Oft handelt es sich dabei um Herausforderungen, die aber mit etwas Geschick gut gemeistert werden können. Dies gilt auch für die Zuweisung von Aufgaben und die Bereitstellung der notwendigen Informationen im Homeoffice. Bei der Vorbereitung der Umstellung auf mobiles Arbeiten sollte daher Wert auf entsprechende Systeme und eine begleitende Unterstützung und kooperative Steuerung gelegt werden. Diese neue Art des Arbeitsverhältnisses setzt ein hohes Vertrauen in die Mitarbeitenden voraus. Das Ziel ist immer eine ergebnisorientierte Arbeit. Als einzig tragfähiges Managementkonzept gilt hier das „Management by Objectives“ – mit einer Zielvereinbarung und einer Vertrauensarbeitszeit.

Damit mobiles Arbeiten reibungslos funktioniert, ist eine unterstützende Unternehmenskultur entscheidend. Mitarbeiter sollten sich wertgeschätzt und integriert fühlen, auch wenn sie nicht physisch im Büro anwesend sind. Dafür sind moderne Kollaborationstools unerlässlich. Aber auch regelmäßige virtuelle Meetings, die informelle Gespräche und Teambuilding-Aktivitäten integrieren sowie wöchentliche virtuelle Kaffeepausen und regelmäßige Team-Events sorgen dafür, dass die Motivation und der Teamgeist auch beim Arbeiten aus dem Homeoffice bestehen bleiben.

Eine Sorge vieler Arbeitgeber ist auch eine verminderte Produktivität. Obwohl diese Sorge in der Regel unbegründet ist, da die Produktivität durch das mobile Arbeiten meist sogar gesteigert wird, ist es natürlich unerlässlich auf hochwertige und fortschrittliche Technologien zu setzen, um den Mitarbeitern durchgängig den Zugriff auf alle für Ihre Arbeit relevanten Informationen zu erleichtern.

So können Unternehmen mobiles Arbeiten einführen

Haben Sie sich nach Abwägung aller Vor- und Nachteile des mobilen Arbeitens und der arbeitsrechtlichen Erwägungen für die Einführung in Ihrem Unternehmen entschieden, fragen Sie sich vielleicht, wie Sie nun eigentlich genau vorgehen sollen. Denn es bleibt ein Fakt, dass hinter der Einführung und der permanenten Durchführung des mobilen Arbeitsmodells ein nicht unbedingt trivialer Verwaltungsaufwand steht. In aller Regel müssen bestehende Verträge erneuert oder zumindest erweitert werden, Checklisten sollten erstellt und Richtlinien festgelegt werden. Wir empfehlen Ihnen zum Start diese ersten Schritte:

  • Beginnen Sie mit einer Checkliste und definieren Sie darin alle relevanten Punkte, also etwa die Möglichkeit zur Arbeitszeiterfassung, alle rechtlichen Grundlagen, primär zum Thema Datenschutz, sowie gegebenenfalls Definitionen für ein Betretungsrecht des Arbeitgebers im Homeoffice oder auch eine Widerrufsklausel, die beispielsweise bei innerbetrieblichen Veränderungen angewandt werden kann.
  • Definieren Sie alle Rechte und Pflichten sowohl der Arbeitnehmer- wie auch der Arbeitgeberseite. Denken Sie dabei etwa an Hardware oder auch Software-Freischaltungen, die den Mitarbeitenden für die Dauer der Arbeit im Homeoffice zur Verfügung gestellt werden müssen. Besonders wichtig ist auch die Auswahl der geeigneten Tools und Systeme, die zu der bestehenden IT-Infrastruktur passen.
  • Setzen Sie zeitliche Rahmenbedingungen fest, in denen der Arbeitnehmer auch während der Arbeitszeit zuhause oder unterwegs für Sie erreichbar sein muss. Stellen Sie hierfür gegebenenfalls aber auch ein Dienst-Handy zur Verfügung.
  • Vereinbaren Sie außerdem feste Regelungen zur Quantität des Austauschs Ihres Arbeitnehmers mit Ihnen oder einer entsprechenden Führungskraft über Telefon oder Video-Konferenzen. Dieser Austausch ist von hoher Wichtigkeit, um regelmäßig über den Status quo von Aufträgen oder über geschäftliche Ergebnisse direkt miteinander zu kommunizieren. Aber auch Stimmungen und Motivationen sollen so zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden immer wieder via Remote-Kontakt auf den Prüfstand kommen.

Welche Technologien und Tools eignen sich für ein effektives mobiles Arbeiten?

Bei der Gestaltung einer effektiven mobilen Arbeitsumgebung spielt die Auswahl geeigneter Technologien eine zentrale Rolle. Insbesondere Dokumentenmanagement-Systeme (DMS) tragen wesentlich dazu bei, die reibungslose Zusammenarbeit und den Informationsfluss in verteilten Teams sicherzustellen. Der Einsatz von Cloud-basierten DMS ermöglicht nicht nur den ortsunabhängigen Zugriff auf Dokumente, sondern auch deren gemeinsame Bearbeitung und Synchronisation in Echtzeit.
Diese Systeme bieten nicht nur ein effizientes Dokumentenmanagement, sondern schaffen auch eine zentrale Anlaufstelle für Teams, um auf aktuelle Informationen zugreifen zu können. Die Sicherheits- und Datenschutzstandards dieser modernen Plattformen gewährleisten dabei den geschützten Umgang mit sensiblen Unternehmensdaten, auch wenn Mitarbeiter von verschiedenen Standorten aus arbeiten.
Darüber hinaus ist auf eine reibungslose Integration des DMS mit anderen Systemen zu achten. Die Verknüpfung mit Kollaborationsplattformen, Projektmanagement-Tools und Mobile-Device-Management-Systemen schafft eine ganzheitliche Arbeitsumgebung. Dies ermöglicht nicht nur eine effektive Kommunikation, sondern auch eine transparente Projektverfolgung und ein sicheres Gerätemanagement.
Bei der Implementierung von DMS sollten Unternehmen auch auf benutzerfreundliche Oberflächen und die Schulung der Mitarbeiter achten, um eine optimale Nutzung dieser Systeme zu gewährleisten. So können DMS nicht nur als Instrumente zur Dokumentenverwaltung dienen, sondern auch als Katalysatoren für ein agiles, produktives und sicheres mobiles Arbeiten.

Messung der Produktivität und Leistung im mobilen Arbeitsumfeld

Die Einführung von mobilem Arbeiten bringt nicht nur Freiheiten für die Beschäftigten mit sich, sondern erfordert auch effektive Methoden zur Bewertung von Produktivität und Leistung. Auch hier sind Dokumentenmanagement-Systeme zentral. Denn damit können Unternehmen nicht nur den Überblick über die bearbeiteten Dokumente behalten, sondern auch Einblicke in die Arbeitsweise ihrer Mitarbeiter gewinnen.

Besonders vorteilhaft dabei sind die Metriken, die sich mit modernen DMS automatisch generieren lassen. Denn über diese lassen sich die Effizienz und der Fortschritt, den Ihre Mitarbeiter erzielen, optimal nachvollziehen. So ist es einfach, das Arbeitsaufkommen zu verfolgen, die Bearbeitungszeiten zu analysieren und mithilfe der gewonnenen Einsichten die Zusammenarbeit im Team zu fördern. Da mit modernen DMS die Echtzeit-Kollaboration durchgängig möglich ist, verändert sich auch die Art der Zusammenarbeit. Diese Veränderung eröffnet Unternehmen die Chance, die Leistung gesamter Teams besser zu überblicken. Durch die Nachverfolgung von Änderungen und die Analyse der Teamarbeit können Unternehmen die Qualität der gemeinsamen Arbeit besser bewerten und effektive Teams deutlich einfacher identifizieren.

Aber auch die Versionierungsfunktionen, die die Nachverfolgung des Verlaufs von Dokumenten durchgängig ermöglichen, sind eine gute Grundlage, um den Fortschritt und die Qualität der Arbeit im Blick zu behalten. Anhand dieser Funktion ist es Unternehmen nicht nur möglich, den Entwicklungsprozess einzelner Dokumente nachzuvollziehen, sondern auch Engpässe und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren.

Insgesamt spielen Dokumentenmanagementsysteme eine entscheidende Rolle bei der Schaffung von Transparenz und Effizienz im mobilen Arbeitsumfeld. Durch den gezielten Einsatz von Metriken können Unternehmen nicht nur die Leistung ihrer Mitarbeiter messen, sondern auch proaktiv Verbesserungen implementieren und so ein produktives und flexibles Arbeitsumfeld fördern.

Fazit

Die Herausforderungen der Arbeit 4.0 sind mittlerweile zur Realität des Alltags geworden, wie zum Beispiel die Größe der Wohnung des zuhause Arbeitenden, das Alter und die Anzahl der Kinder oder pflegebedürftige Angehörige. Hier können weder der Staat noch Unternehmen einwirken – und Homeoffice bzw. mobiles Arbeiten einfacher machen. Eines muss aber nicht sein: Dass durch unzureichende Technologie- oder Kommunikations-Tools in der Remote-Arbeit die Unternehmenskultur leidet, wie gemäß einer europaweiten Ricoh-Studie 42 Prozent der Arbeitnehmer befürchten. Denn dies lässt sich durch eine gute gegenseitige Organisation des mobilen Arbeitsmodells, geeignete Systeme wie beispielsweise moderne cloud-basierte Dokumentenmanagement-Systeme und auf Grundlage einer soliden Vertrauensbasis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in jedem Fall vollständig vermeiden.

 

Disclaimer: Alle Inhalte dieses Beitrags wurden nach bestem Wissen und Gewissen sorgfältig erstellt und dienen der allgemeinen Information. Sie stellen jedoch keine individuelle juristische Beratung dar und können und sollen insofern eine solche nicht ersetzen. Alle angebotenen Informationen verstehen sich ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.New Call-to-action

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