DocuWare-Server optimal aufsetzen

Von Markus Koelmans • 27. August 2015
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DocuWare_SErver_optimal_Konfig_Image_1-1Wer DocuWare in seinem Unternehmen einführt, kann sein System individuell auf die Anforderungen seines Hauses abstimmen. Das richtige Installationsmodell zu finden und das System für die beste Performance zu konfigurieren ist dabei kein Hexenwerk. Zuvor aber stellt sich die Frage: Wie möchten Sie Ihr DocuWare-System vor allem nutzen? Denn daraus ergibt sich, welche Faktoren Ihr System besonders stark beanspruchen werden.
Wir nennen Ihnen die Kriterien, mit denen Sie die verschiedenen Server-Lösungen am besten abschätzen können.


Bei den Systemvoraussetzungen haben Sie den größtmöglichen Spielraum, denn die DocuWare-Server laufen auf allen Rechnern, die eine aktuelle Windows-Server-Version unterstützen. Für die Infrastruktur, also die Datenbanken, unterstützt DocuWare die aktuellen Versionen von Microsoft SQL Server, Oracle und MySQL.


Wie Ihr DocuWare-System aufgestellt sein muss, damit es die beste Performance zeigen kann, dafür gibt es ganz unterschiedliche Faktoren:


• Hierzu gehört vor allem die Zahl der Nutzer und die Frage, wie viele von diesen Usern gleichzeitig in DocuWare aktiv sind.


• Weiterhin ist wichtig, wie viele und wie große Dokumente verarbeitet werden sollen. Denn das Rendern von Bilddateien für die Anzeige und das Extrahieren des Volltextes benötigen die meiste Rechenleistung.


• Auch das technische Format der Dokumente kann einen Unterschied machen. Während gescannte Dokumente für die Anzeige oftmals weniger Rechenleistung benötigen als elektronisch erstellte Dokumente (z.B. Word, Excel, E-Mails), ist hier die Extraktion des Volltextes durch die Nutzung von OCR-Technologien besonders aufwändig.


• Wichtig ist darüber hinaus der Lebenszyklus der einzelnen Dokumente. Wenn Dokumente einfach nur archiviert werden, fällt pro Dokument wenig Last an. Das ändert sich, wenn jedes Dokument von mehreren Bearbeitern im Rahmen eines Workflows (zum Beispiel mit Task Manager, Workflow Manager) betrachtet und bearbeitet wird. Die Last erhöht sich erst recht, wenn ein Dokument auch noch mit anderen Systemen synchronisiert wird, ob über einen DocuWare-Synchronisations-Workflow, Autoindex oder externe Programmierungen.


Wenn in Ihrer Firma zum Beispiel ca. 50 Mitarbeiter DocuWare verwenden sollen und nur wenige Hundert Dokumente pro Tag mit einem einfachen Workflow ins System gebracht werden, genügt oftmals die einfachste Form der Serverinstallation. Das heißt, alle DocuWare-Server und die Datenbanken werden auf einem Server installiert (Bild 1). Bitte beachten Sie dabei die Systemvoraussetzungen.

Technisch ist es möglich, einen bereits für andere Dienste bestehenden Server für DocuWare mit zu nutzen. Allerdings müssen dafür die Systemvoraussetzungen aller installierten Systeme aufsummiert und eingehalten werden. Um Performance-Engpässe zu vermeiden, ist diese Lösung genau zu prüfen. Weitere Informationen finden Sie in den DocuWare Support FAQs

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Bild 1: Alle DocuWare-Server sind auf einem Hardware-Server installiert.

 

Ob Sie darüber hinaus Zusatzmodule für eine erweiterte Funktionalität lizenzieren und installieren, können Sie ganz nach Bedarf entscheiden. Diese sind in Bild 1 gestrichelt eingezeichnet. So könnten Sie zum Beispiel Connect to Mail hinzunehmen, mit dem Sie Ihre E-Mails direkt in DocuWare archivieren können, oder Workflow Manager, das Sie Ihre Geschäftsprozesse effizient steuern lässt. Optional können Sie auch Ihr Multifunktionsgerät direkt an DocuWare anbinden und so Ihre Dokumente direkt vom Abteilungskopierer in DocuWare ablegen.

Sollen deutlich mehr Mitarbeiter mit DocuWare arbeiten, ist eine Installation des DocuWare-Systems auf mindestens zwei Servern sinnvoll (Bild 2). Dabei werden im besten Falle die DocuWare-Software-Server auf dem ersten Hardware-Server und die Infrastruktur (Dateiablage, Datenbanken, Volltextdienst) auf dem zweiten Server installiert.

 

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Bild 2: Installation des DocuWare-Systems auf zwei Hardware-Servern.

Dieses Vorgehen hat den Vorteil, dass sie bei weiter steigender Last auf einfache Weise weiter skalieren können, indem neue Anwendungsserver hinzugenommen werden, die ebenso den Infrastrukturserver (Server 2) nutzen. Weitere Details, auch zum Thema Ausfallsicherheit, finden Sie im DocuWare White Paper „Systemarchitektur“

 

Topics: Technologie, Setup & Konfiguration

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